Marina begriff schnell, dass sie vom Regen in die Traufe gekommen war. Gregor war für sie, der personifizierte Teufel. Zumindest am Anfang. Es verging kein Tag in Angst vor ihm. An jedem Abend befürchtete sie wieder einmal ein Opfer seiner körperlichen und geistigen Folterungen zu werden. Einmal hatte er sie an einem Baum, mit Nägel durch ihre Hände, geschlagen und ihr dann langsam, über den Körper Schnitte zugefügt. Das andere Mal sollte sie sich ihr eigenes Grab schaufeln. Zwei Meter tief in den Boden, dort vergrub er sie, nach dem er sie verprügelt hatte. Ganz zwei Nächte musste sie so verbringen. Der Blutverlust löste in ihr unglaublichen Durst aus, der sie fast in den Wahnsinn trieb.