Die Januar Nacht war sehr frisch. Der Winter zeigte seine Krallen. Jeder Mensch hätte gefrohren, wenn er 5 km in der Kälte der Straße hätte folgen müssen. Allerdings war es eine Landstraße und um halb 2 Uhr Nachts war sie wie leer gefegt. Lola war das ganz recht, so würde kein Besorgter Autofahrer anhalten und fragen, was sie allein in der Nacht unterwegs war und ob man sie wohin mit nehmen dürfte. Das hätte nur zu nerviger Erklärungs- und Überzeugungsarbeit geführt.
Also genoss sie die Ruhe in der sie mit ihren Gedanken und tatsächlich auch ihren Emotionen allein sein konnte. Das Marius für jeden Zeit gehabt hatte, außer für sie und das Einzige was er die ganze Zeit dazu zu sagen hatte, waren Anschuldigungen, warum sie nicht früher bei ihm gewesen wäre, tat weh. Es traf einen Nerv und sie war Frustriert und tatsächlich traurig darüber, dass er sie nicht mehr wahrgenommen hatte. Ihr nicht mehr Raum gegeben hatte. Natürlich war er wieder einmal eine wichtige Persönlichkeit der Domäne, wie sollte es auch anders sein, aber war sie ihm nicht wichtiger als diese "Scheinprobleme"? Hätte er nicht 20 Minuten für sie entbehren können, in welchen man zumindest kurz sich austauschen hätte können? Vielleicht würde er, ihr endlich zuhören bzw. mit ihr richtig Reden, wenn sie dort angekommen waren, wo auch immer sie hin wollten. Dennoch erstaunte es sie sehr, dass sie so aufgebracht war. Diesen Zustand hatte sie schon lange nicht mehr erlebt.