Eine kurze Übersicht über Runar:
Der Mann aus dem Norden zog lange umher, in seiner Jugend erlernte er das Schmiedehandwerk von einem zwergischen Schmiedemeister. Er erkannte aber mit der Zeit, dass zu einen Lebzeiten nie auch nur annähernd an die Schmiedekunst eines Zwergen heranreichen würde, daher zog er als wandernder Geselle hinaus in die weite Welt. Doch die Geldnot zwang ihn mehr oder minder in das Handwerk eines Söldners hinein. Seine Liebe zur Schmiedeesse sollte aber nie erlöschen. Das meiste seines Soldes legte er zur Seite, um sich seine fahrende Esse leisten zu können. Seitdem steht er wieder am Amboss, doch wird er im Kampf gebraucht, so wirft er sich sein Kettenhemd über, schnappt sich seinen Hammer und steht wieder Seite an Seite mit seinen Gefährten in der Schlachtreihe.
Etwas ausführlicher:
Runar ist ein Sohn einer einfachen Bauernfamilie, die in einem kleinen Dörfchen, am Fuße eines Berges mit einer Zwergenbinge lebt. Das Tal in dem dieses Dorf liegt, ist vollständig von den Bergen und einem großen See umgeben und der sicherste Weg aus dem Tal führt durch die Binge. Das führte im Laufe der Jahre dazu, dass das Dorf die zwergischen Lebensweisen, Glauben und auch die Sprache annahm und wenig Kontakt zu anderen Menschen hatte, bzw suchte. Im Austausch von Getreide und anderen landwirtschaftlichen Gütern erhielt das Dorf den Schutz der Zwerge und alles weitere, was benötigt wurde.
Die Binge mit dem Namen Nogarran liegt in Veskaia.
Runar war von Anfang an nicht damit zufrieden, ein Leben als Bauer zu führen und war von den Zwergen fasziniert.
Immer wenn es irgendwie möglich war, ging er mit den Händlern aus dem Dorf mit zur Binge und versuchte sich mit dem Bergvölkchen anzufreunden. Irgendwann setzte er sich in den Kopf, eine Schmiedelehre bei einem der Meisterschmiede zu beginnen. Diese aber lachten ihn zunächst aus, jedoch blieb er hartnäckig und schlug sein Lager vor den Toren der Binge auf. Immer wenn er gefragt wurde sagte er, dass er erst verschwinden werde, wenn sie ihn als Schmiedelehrling aufnehmen. Nach einem Jahr kampieren, war Niram Kramna Urk Veltar, einer der jüngeren Schmiede, doch erstaunt von seiner Hartnäckigkeit und nahm ihn als Lehrling auf. Was folgte, war eine normale zwergische Ausbildung: Es begann mit drei Jahre lang Nägel schmieden. Nur Nägel, nichts Anderes.
Wenn ein Mensch mit 60 Lenzen sich langsam überlegt, in den Ruhestand zu gehen, wäre die Gesellenausbildung eines Zwergen wohl gerade eben abgeschlossen. Und so zog sich die Ausbildung kriechend langsam für das Langbein hin. Nach zwei weiteren Jahren verstand Runar endlich, dass er als Schmied bei den Zwergen wohl nie über einen Lehrling hinauswachsen könnte. Auch sein Meister Niram war erleichtert, als endlich Klarheit in den Verstand des Großen einkehrte.
Runar trennte sich schweren Herzens von den Zwergen. Zurück bei seiner Familie war es auch nicht leicht und so fing er kurz darauf an ins Land zu ziehen. Um Unterwegs sein Geld zu verdienen, half er immer wieder bei örtlichen Dorfschmieden aus. Die geleisteten 5 Jahre Ausbildung waren für einen Menschen ja schließlich recht annehmbar. Doch meist konnte er sich damit kaum über Wasser halten, so fing er an, sich auch als Söldner zu verdingen. Sein eigentliches Ziel, eine fahrbare Schmiedeesse zu erwerben, rückte hierdurch in greifbarere Nähe.
Doch auch als Söldner hat man seine Anschaffungen zu tätigen: bessere Waffen hier, ein Rüstungsteil dort und auch einen Schild. Doch vor einigen Jahren konnte er sich endlich seinen Traum erfüllen. Mit seiner fahrenden Esse reist er jetzt durchs Land, verdient mal als Söldner, mal als Schmied seinen Lebensunterhalt. Seit neuestem hat er sogar wieder eine feste Bleibe, auf der goldenen Insel ist er einer der ersten neuen Siedler und hat dort mit anderen seiner losen Gruppe eine neue Heimat gefunden.
Irgendwas haben diese Langbeiner dann auch in seiner Art gesehen, wodurch er mittlerweile zum Bürgermeister der kleinen Siedlung, die mittlerweile den Namen "Edan Bran" angenommen hat, auserkoren wurde.
Runars Wesenszüge und Verhaltensweisen:
Runar ist ein sturer Kopf, der die zwergischen Lehren in sein Herz geschlossen hat. Magie steht er äußerst misstrauisch gegenüber.
Orks, Elfen und ähnliche Feindbilder der Zwerge, versucht er auf seinen Reisen, soweit es geht, zu meiden.
Man merkt ihm an, dass er sich wenig bis gar nicht mit der menschlichen Kultur beschäftigen will. So spricht er nur gebrochen die Gemeinsprache und nutzt viele Begriffe des zwergischen Dialektes "Akram". Auch geflügelte Worte und Redewendungen nimmt er oft wörtlich, was immer wieder zu Irritationen führt.
Gegenüber Menschen ist er oft griesgrämig und verschlossen, Zwergen gegenüber aber stets aufgeschlossen.
Allgemein ist er nicht sonderlich intelligent, er verfügt aber über eine gewisse Bauernschläue, die allerdings oft dazu führt, dass er versucht mit dem Kopf durch die Wand zu wollen.
Er lügt sehr selten und nur in Situationen, die es unumgänglich machen. Zwergen gegenüber ist es "offensichtlich" wenn er gezwungen wird zu lügen. Intrigen und Politik sind ihm zuwider und er sieht den Sinn darin nicht. Diese Charaktereigenschaft ist wohl auch dafür verantwortlich, dass er der Bürgermeister "Edan Brans" wurde, nachdem seine Mitsiedler gesehen hatten, dass er unbestechlich war. Was einerseits seinem Ehrgefühl entsprang, andererseits des Unverständnisses für politische Verhaltensweisen, oder seiner doch eher unterdurchschnittlichen Intelligenz.